In Briefings hören wir zwei entgegengesetzte Sätze, oft in derselben Woche. Der eine: „Wir suchen eine Agentur in Deutschland, am liebsten um die Ecke.“ Der andere: „Wir haben Angebote aus dem Inland, die dreimal so hoch sind, und verstehen nicht, wofür.“ Dazwischen liegt die Realität vieler KMU: Sie brauchen eine Site, die Impressum, Datenschutz, Tempo und Deutsch ernst nimmt — und ein Budget, das nicht nach Konzern-Pitch klingt. Hesadu Creatives arbeitet genau in dieser Lücke. Produktion in Sri Lanka, Markt DACH, Sprache Sie-Form, Hosting auf Wunsch in der EU. Kein virtuelles Büro in Schwabing.
Dieser Text erklärt, warum das Modell tragfähig ist, wo es Grenzen hat, und woran Sie uns und jeden anderen Anbieter prüfen sollten. Er ist keine Hymne auf Offshoring. Offshoring, das Impressum, NDA und Datenlage verschleiert, ist das Gegenteil von dem, was wir tun. Wer eine Münchner Anschrift erwartet, die niemand zustellen kann, ist bei uns falsch. Wer Ergebnisse und Erreichbarkeit will, kann weiterlesen. Mehr zur Person und Arbeitsweise steht unter Über uns.
Was Sie tatsächlich kaufen
Sie kaufen Zeit von jemandem, der Websites baut: Informationsarchitektur, Design in belastbaren Komponenten, HTML, PHP, WordPress oder Joomla, wo es passt, React und Node, wo die Anwendung es verlangt, Shops und Apps nach Lastenheft. Sie kaufen Staging, Dokumentation auf Deutsch, eine Übergabe, die interne IT weiterführen kann. Sie kaufen nicht eine Showreel mit Logos, die wir nicht zeigen dürfen. Sie kaufen nicht den Satz „beste Agentur“. Den verwenden wir nicht, weil er unbelegbar und in Deutschland werberechtlich heikel wäre.
Festpreise nach klarem Umfang stehen unter Preise. Spannen, nicht Fantasie-Rabatte. Steuern hängen von Ihrer Unternehmereigenschaft und dem Leistungsort ab; das gehört zum Steuerberater, nicht in einen Slogan. Wir stellen Rechnungen aus, die sagen, wer wir sind. Wir erfinden keine EU-USt-IdNr., die wir nicht haben.
Nähe entsteht durch Antwortzeiten, klare Texte und ein Impressum, das stimmt. Nicht durch eine Adresse, die für das Foto gemietet wurde.
Zeitzone: Überlappung statt Mitternachtstheater
Sri Lanka liegt 3,5 Stunden vor Mitteleuropa im Winter, 4,5 im Sommer (je nach MESZ). Der deutsche Vormittag ist bei uns später Vormittag bis Mittag. Das reicht für Calls, für Rückfragen, für gemeinsame Reviews. Der deutsche Nachmittag fällt in unseren späteren Arbeitstag. Was nicht in die Überlappung passt, läuft asynchron: schriftliche Briefings, kommentierte Staging-Links, Tickets mit nachvollziehbarem Status. Wir versprechen keine 24/7-Hotline. Wir versprechen, dass Werktagsantworten in der Regel innerhalb von 24 Stunden kommen, oft schneller, und dass vereinbarte Termine in MEZ gehalten werden.
In Briefings hören wir: „Remote hat bei uns schon einmal nicht funktioniert, weil niemand erreichbar war.“ Das ist ein Prozessproblem, kein Landproblem. Wer nur über WhatsApp in unklaren Zeiträumen arbeitet, ohne Scope und ohne Staging, scheitert in Leipzig genauso wie in Gampaha. Wir legen Erreichbarkeit, Sprache und Deliverables fest, bevor die erste Pixelzeile sitzt.
Wie ein typischer Projektverlauf kalendarisch aussieht
Woche 1: Briefing, Rückfragen, Angebot, Anzahlung. Woche 2–3: Struktur und visuelles Gerüst oder direkt Umsetzung bei klaren Templates. Danach Staging, Korrekturrunden mit begrenzten Schleifen, Launch, kurze Hypercare. Abweichungen gibt es bei Shops, Migrationen, Apps. Der Punkt ist: Sie sehen Zwischenstände zu europäischen Arbeitszeiten, nicht als Überraschung am Sonntagabend. Wenn eine Entscheidung bei Ihnen drei Wochen liegt, verschiebt sich der Plan. Das sagen wir früh, nicht als Vorwurf hinterher.
Sprache: Deutsch im Sie-Ton, nicht Broschüren-Englisch
Diese Site ist auf Deutsch geschrieben, ohne angloamerikanische Superlative, ohne „Let’s grow your brand“. Texte für Ihre Site schreiben wir auf Deutsch oder setzen Ihre Fachredaktion um. Fachbegriffe bleiben, wo sie in Ihrer Branche Standard sind. Anglizismen, die nur cool klingen, streichen wir. Das Sie ist Standard im B2B; Du nur, wenn Ihre Marke das nachweislich so führt. Korrekturen von Muttersprachlern auf Ihrer Seite sind willkommen — Ego auf Formulierungen haben wir keines, solange die Aussage stimmt.
Meetings können auf Deutsch oder Englisch laufen. Dokumentation (README, Redaktionsleitfaden, Changelog) liefern wir auf Deutsch, wenn der Auftrag DACH ist. Missverständnisse entstehen selten an der Grammatik. Sie entstehen an unklaren Abnahmen („modern, aber seriös“) ohne Beispiel. Deshalb arbeiten wir mit Referenzen, die Sie nennen — nicht mit erfundenen Moodboards aus fremden Portfolios.
EU-Hosting: Produktion und Datenlage trennen
Dass wir in Sri Lanka entwickeln, heißt nicht, dass Ihre Besucherdaten dort liegen müssen. Die ausgelieferte Website gehört auf Server in der Union, mit Auftragsverarbeitung, Backups, Zugangskonzept. Anfragen, die wir beantworten, gehen zur Bearbeitung nach Gampaha — transparent in der Datenschutzerklärung, abgesichert nach Art. 46, wo Transfers stattfinden. Das ist unbequemer als „alles in Deutschland, Punkt“. Es ist ehrlich. Details bündeln wir in der DSGVO-Checkliste. Art. 27 (EU-Vertreter) ist ein Mandat, das vor Livegang mit echten Daten stehen muss, nicht als Platzhalter-Poesie.
Wer „EU-Hosting“ sagt und dann ein US-Share ohne Vertrag nutzt, hat das Thema nicht verstanden. Wir empfehlen Hoster, nennen Standort, und bauen die Site so, dass sie umziehen kann. Vendor-Lock-in in ein exotisches Panel ist kein Qualitätsmerkmal.
Impressum ohne Kulisse
Unser Impressum nennt Hesadu Dissanayaka, die Anschrift in Gampaha, E-Mail, Telefon. Eine .de-Domain ändert das nicht. Ein Treuhänder oder Zustellungsbevollmächtigter, falls die DENIC ihn verlangt, ist ein Domainthema, keine deutsche Niederlassung. Wir mieten keine Büroadresse in München, um in Pitches „lokal“ zu wirken. Wer das bei anderen Anbietern sieht, soll anrufen und fragen, wer das Telefon abnimmt. Die Pause danach ist Teil der Due Diligence.
Deutsche Einkäufer sind zu Recht misstrauisch gegenüber Anbietern ohne ladungsfähige Anschrift. Das Misstrauen sollte sich gegen Verschleierung richten, nicht gegen einen ausländischen Sitz, der offen daliegt. Transparenz ist die Ware. Tarnung ist es nicht.
NDA, Referenzen, warum wir keine Kundenliste zeigen
Viele DACH-Projekte stehen unter Vertraulichkeit, stillschweigend oder schriftlich. Branchen, in denen schon die Tatsache eines Relaunchs intern heikel ist. Wir brechen das nicht für ein Logo-Grid. Wir zeigen Technologien, Prozesse und diese Website als laufendes Beispiel: PHP, semantisches HTML, lokale Schriften, Schema, Rechtstexte. Wer Referenzen braucht, bekommt nach Freigabe durch den Auftraggeber ein Gespräch — nicht eine PDF mit erfundenen Namen.
In Briefings hören wir: „Ohne Portfolio können wir euch nicht beauftragen.“ Manchmal stimmt das für das interne Einkaufsgremium. Dann sagen wir: Prüft den Code dieser Site, das Impressum, ein kleines kostenpflichtiges Probe-Modul, ein Staging nach Anzahlung. Ein Fake-Portfolio wäre schneller. Es wäre Betrug. Wir machen das nicht.
Was wir statt Logos liefern
- Arbeitsprobe: diese Domain, Onpage, Tempo, Rechtstexte.
- Technikstack und Begründung, wann wir WordPress nicht empfehlen.
- Schriftliches Angebot mit Leistung, nicht mit Stundennebel.
- Staging-Zugang im Projekt, bevor Launch-Druck entsteht.
- Übergabedokumentation, die eine dritte Person verstehen kann.
Qualität, Seniorität, stille Subunternehmer
Hesadu Creatives ist ein Studio unter der Leitung von Hesadu Dissanayaka. Design und Entwicklung liegen in einem Haus. Wir geben Arbeit nicht still an ungenannte Dritte weiter. Wenn zusätzliche Kapazität nötig ist, erfahren Sie das. „Eine Agentur mit 40 Leuten in Europa“ zu spielen, während drei Freelancer ohne Vertrag liefern, ist ein Modell, das wir nicht kopieren. Kleiner Kreis, klare Verantwortlichkeit: das ist die Kehrseite fehlender Konzernstruktur. Für manches Vorhaben (große Rollouts, 24/7-Betrieb) sind wir die falsche Adresse. Das sagen wir im Erstgespräch.
Seniorität zeigt sich in Absagen: kein React für eine fünfseitige Broschüre, kein WordPress mit 40 Plugins, keine Ranking-Garantie, kein Shop-Baukasten, wenn Sie drei Produkte haben und eine Preisliste reicht. Erfahrung ist die Liste der Dinge, die wir nicht tun.
Geld, Vertrag, Risiko
Angebot, Annahme, Anzahlung, Meilensteine, Abnahme. AGB auf dieser Domain. Zahlungswege, die nachvollziehbar sind. Kein „Freundschaftspreis gegen Testimonial“, der später als Druckmittel dient. Gewährleistung nach dem, was vereinbart und gesetzlich greift; kein juristisches Wunschkonzert. Wenn Ihr Einkauf einen EU-Vertragspartner zwingend braucht, müssen Sie das intern klären — wir werden nicht zum Schein eine deutsche GmbH ohne Substanz. Manche Auftraggeber beauftragen uns trotzdem, weil das Lastenheft zählt. Manche dürfen nicht. Beides respektieren wir.
Währung Euro in der Kommunikation der Preise. Schwankungen der sri-lankischen Rupie sind unser Betriebsrisiko, nicht Ihres, sobald der Festpreis steht. Change Requests nach Scope-Freeze sind neue Angebote, keine stillen Nachlässe und keine stillen Aufschläge in der Nacht.
Woran Sie uns prüfen sollten — und jeden anderen
| Prüffrage | Bei uns | Warnsignal allgemein |
|---|---|---|
| Wo sitzt der Anbieter wirklich? | Gampaha, Sri Lanka, im Impressum | Nur Postfach, nur „remote EU“ |
| Wer nimmt das Telefon ab? | Genannte Nummer, Antwortfenster MEZ | Niemand hebt ab, nur Chatbots |
| Wo liegen personenbezogene Daten? | Site in der EU empfohlen; Anfragen nach LK transparent | „Ist uns egal“ / US-Share still |
| Referenzen | Keine NDA-Brüche, Site als Probe | Logo-Grid ohne Mandat |
| SEO-Versprechen | Technik, keine Platz-1-Frist | „In zwei Tagen Rankings“ |
| Sprache der Site und der Docs | Deutsch, Sie-Ton | Nur Englisch, maschinell roh |
| Subunternehmer | Keine stillen Ketten | Unklare Kette, niemand verantwortlich |
Kulturelle Passung — ohne Folklore
Wir romantisieren weder Palmen noch „deutsche Gründlichkeit“ als Klischee. Pünktlichkeit, schriftliche Festlegungen, sachliche Kritik: das erwarten DACH-Auftraggeber, und das liefern wir. Humor in der Zusammenarbeit ja, Ironie auf Kosten des Projekts nein. Feiertage in Sri Lanka und in Deutschland kündigen wir an, damit niemand in eine leere Woche hineinplant. Das ist Höflichkeit, kein Diversity-Kapitel.
Hierarchien in deutschen Mittelstandsunternehmen sind oft klar: Geschäftsführung entscheidet Budget, Fachabteilung Inhalte, IT Betrieb. Wir fragen, wer abnimmt, bevor zehn Feedback-Schleifen aus einem Verteiler kommen, in dem niemand das letzte Wort hat. Das scheitert unabhängig vom Land, wenn es ungeregelt bleibt.
Was sich nicht für dieses Modell eignet
- Projekte, die gesetzlich oder intern einen inländischen Vertragspartner mit Niederlassung zwingend vorschreiben.
- Vor-Ort-Workshops jede Woche in Ihrer Stadt.
- Großskalige Betriebsteams mit Schichtdienst.
- Kampagnen, deren Kern gekaufte Links und Fake-Reviews sind.
- Kunden, die ein Portfolio mit Namen ohne Freigabe verlangen.
Was sich eignet: Unternehmenssites, Relaunches, WordPress-Sanierung, Joomla, hartes PHP, abgegrenzte Apps und Shops, technische SEO-Fundamente. Remote-first, schriftstark, festpreisbar.
Vergleich mit Inland und mit anonymer Ferne
Eine inländische Agentur mit Büro, Account und zehn Spezialisten kostet Overhead, der in manchen Projekten gerechtfertigt ist: Markenprozesse, viele Stakeholder, Vor-Ort-Termine. Dafür zahlen Sie. Ein anonymer Marktplatz-Freelancer ohne Impressum kostet wenig und hinterlässt oft Code, den niemand wartet. Wir liegen dazwischen: Studio mit Namen, Anschrift, Prozess — ohne den Overlay einer Stadt, in der wir nicht sitzen. Der Preisvorteil kommt aus Kostenstruktur und Fokus, nicht aus Dumping, das Qualität ersetzt. Wenn ein Angebot zu gut klingt, um den Scope zu tragen, ist es das meistens nicht.
Onboarding, Tools, Sicherheit
Zugang zu Hosting und Repositories nur über benannte Personen, Passwörter nicht in Klartext-Mails, Staging getrennt von Production. Wir brauchen keine unnötigen Admin-Rechte auf Ihrem Microsoft-365-Tennant. Dateiaustausch über vereinbarte Wege. Nach Projektende Zugänge zurück oder löschen. Das klingt selbstverständlich und fehlt in vielen Offshore-Klischees — und in manchen inländischen Freelancer-Ketten ebenso.
Kommunikation: E-Mail als Aktenlage, Calls nach Termin, keine stillen Entscheidungen nur in einem Chat, der in drei Monaten nicht mehr existiert. Beschlüsse kurz schriftlich. Sie können uns zitieren. Wir können Sie zitieren. Das spart Streit.
Was wir in Briefings immer wieder hören
„Könnt ihr euch als deutsche Firma aufstellen?“ Nein, nicht als Kulisse. Wenn sich die rechtliche Struktur eines Tages ändert, steht das im Impressum. Bis dahin: Sri Lanka.
„Arbeitet ihr nachts, damit es morgens fertig ist?“ Nicht als System. Überlappung und Planung schlagen Helden-Nächte. Qualität um 3 Uhr lokal ist ein Mythos, den wir nicht verkaufen.
„Sprecht ihr Hochdeutsch?“ Wir schreiben standardnahes Deutsch fürs Geschäft. Akzent in Calls ist erlaubt. Unverständlichkeit nicht. Wenn eine Formulierung hakt, korrigieren wir sie, statt sie zu verteidigen.
„Seid ihr günstig, weil das Land günstig ist?“ Wir sind kalkulierbar. Günstig relativ zu einem inländischen Overlay mit Account-Struktur. Nicht günstig im Sinn von wegwerfbar. Wer nur den niedrigsten Stundensatz sucht, findet immer jemanden unter uns. Das ist nicht der Wettbewerb, den wir gewinnen wollen.
Ein Arbeitswochen-Beispiel ohne Folklore
Montag, 8:00 MEZ: Sie schicken Korrekturen ans Staging. Bei uns ist später Vormittag; die Liste wird gesichtet, Rückfragen stehen um 10:30 MEZ im Thread. Dienstag Überlappung: kurzer Call, 20 Minuten, Entscheidungen, kein Status-Theater. Mittwoch liefern wir den Stand. Donnerstag Ihre Fachabteilung intern. Freitag nächste Iteration oder Freeze vor Launch. Das ist kein Versprechen für jedes Mini-Ticket. Es ist das Raster, das wir anstreben, wenn beide Seiten entscheiden. Feiertage in Sri Lanka (etwa das singhalesische und tamilische Neujahr) und deutsche Brückentage kündigen wir an. Niemand muss raten, warum zwei Tage Stille herrschen.
Asynchron heißt nicht unsichtbar. Jede offene Frage hat einen Owner. „Wir warten auf Texte von Ihnen“ steht so da, nicht als passiv-aggressiver Chat. „Wir warten auf den Host-Zugang“ ebenfalls. Projekte kippen, wenn beides im Kopf bleibt und niemand den Kalender verschiebt.
Zahlungen, Angebot, was im PDF stehen muss
Leistung, nicht enthalten, Termine abhängig von Zuarbeit, Anzahlung, Abnahme, Nutzungsrechte am Code nach Zahlung, Hosting als Dritter. Das Angebot ist auf Deutsch. Nachfragen zu Reverse-Charge und Steuern verweisen wir an Ihre Beratung; wir füllen keine Lücken mit Mutmaßungen. Wenn Ihr Einkauf eine Bestellnummer braucht, kommt sie auf die Rechnung. Wenn Ihr Einkauf eine deutsche USt-IdNr. von uns erzwingt, die nicht existiert, sagen wir das vor der Unterschrift, nicht danach.
Kleine Probeaufträge (eine Template-Seite, eine Sanierungsdiagnose) sind möglich, wenn der Scope passt. Sie ersetzen kein Portfolio-Theater. Sie zeigen Zusammenarbeit. Danach wissen beide Seiten mehr als nach einem Steckbrief.
Was deutsche KMU typischerweise fürchten — und was wir dazu sagen
Angst vor Datenabfluss: deshalb EU-Host, Zugänge nach Least Privilege, keine stillen Kopien Ihrer Kundendaten „zum Testen“. Angst vor Sprache: deshalb schriftliche Deliverables auf Deutsch und Korrekturrechte ohne Drama. Angst vor Ghosting: deshalb feste Antwortfenster und die Regel, Blockaden zu benennen. Angst vor Lock-in: deshalb Dokumentation, Standard-Stacks, Übergabe. Angst vor Image („die sitzen aber nicht hier“): deshalb Impressum ohne München-Fiktion. Wer intern gegen Offshore grundsätzlich gesperrt ist, soll das früh sagen. Wir überreden keine Compliance-Abteilung mit Palmenfotos.
Was wir umgekehrt fürchten: endlose Verteiler, in denen Design per Mehrheitsvotum zerlegt wird; Scope, der nach Kickoff verdoppelt, aber der Preis nicht; SEO-Druck aus einem Pitch, den wir nie gegeben haben. Das klären wir im Briefing. Nicht, weil wir empfindlich sind. Weil unklare Macht die Site schlecht macht, unabhängig vom Kontinent.
Das erste Gespräch: was wir fragen, was Sie fragen sollten
Wir fragen nach Ziel (Anfragen, Recruiting, Produktinfo), nach CMS-Ist, nach Hosting-Standort, nach dem, der Texte liefert, nach Launch-Datum, nach dem, der intern abnimmt. Wir fragen, ob ein NDA nötig ist, bevor irgendetwas in einem Pitch landet. Sie sollten fragen: Wer schreibt Code, wer antwortet, wo das Staging liegt, ob Subunternehmer still mitlesen, wie Change Requests laufen, was nach Launch mit Zugängen passiert. Wenn Antworten ausweichen, ist das die Information.
Ein Call von 30 Minuten reicht oft, um zu sehen, ob der Ton passt. Folien mit Stockfotos von Handschlägen brauchen wir nicht. Eine URL, drei Sätze zum Vorhaben, eine Frist: das reicht als Start. Wenn Sie uns nicht beauftragen, behalten Sie die Diagnose-Notizen. Wir verkaufen keine künstliche Geheimniskrämerei. Was wir nicht tun: Druck über künstliche Rabattfenster, „heute unterschreiben“. Wer so verkauft, hat meist mehr Vertrieb als Umsetzung. Wir haben Umsetzung. Der Kalender ist der Engpass, nicht ein Funnel. Wenn drei Projekte parallel laufen, sagen wir die nächste freie Startwoche, statt still zu überbuchen. Verbindlichkeit ändert Remote-Arbeit — Palmenfotos tun es nicht.
Vertragssprache, Gerichtsstand, Erwartungen
Anwendbares Recht und Gerichtsstand stehen in den AGB bzw. im Angebot, nicht in diesem Artikel als Pseudo-Gutachten. Wichtig für Sie: Lesen Sie das, bevor die Anzahlung geht. Wichtig für uns: Keine stillen Abweichungen per Chat. Wenn Ihr Hausjurist Klauseln streicht, verhandeln wir schriftlich. Remote-Studios, die „wird schon“ sagen, und Einkaufsabteilungen, die 14 Anhänge ohne Lesen schicken, erzeugen denselben Schaden: unklare Haftung. Wir ziehen Klarheit vor Geschwindigkeit an dieser Stelle — und starten die Pixelarbeit erst, wenn der Rahmen steht.
Versicherung, Haftungshöhe, Open-Source-Lizenzen im ausgelieferten Code: das gehört ins Angebot, wo es das Projekt trägt. Wir bauen nicht auf Lizenzen, die Sie später nicht halten können. Theme-Marktplatz-EULAs, die Weitergabe verbieten, sind ein Grund, Custom zu fahren. Auch das ist Teil von „warum Sri Lanka“: Wir verkaufen keine Lizenzkette, die wir selbst nicht erklären können. Wenn Ihr IT-Sicherheitsfragebogen 40 Seiten hat, füllen wir, was wahr ist, und markieren, was nicht auf uns zutrifft. Leere Häkchen, nur um den Einkauf zu beruhigen, unterschreiben wir nicht.
Ein Erstgespräch, das sich lohnt
Das Gespräch ist keine Pitch-Bühne. Es ist die Stelle, an der wir merken, ob Frist, Hosting und Abnahme zusammenpassen — oder ob intern noch drei Stimmen fehlen. Dreißig Minuten in der MEZ-Überlappung reichen oft. Folien mit Handschlag-Stockfotos brauchen wir nicht.
Was wir an Markenassets brauchen — und was wir nicht erfinden
Logo als Vektor, Schriften mit Lizenz, Farben als Werte, Bildrechte, die Sie halten. Stock, das wir nicht „eben schnell“ ohne Lizenz legen. CI, die nur in einem PowerPoint steckt, übersetzen wir in CSS, nicht in ein Stimmungsorakel. Fehlt das Logo in brauchbarer Form, sagen wir das in Woche eins. Wir zeichnen keine fremde Marke nach, nur weil die PNG-Datei 80 Pixel breit ist.
Webdesign aus Gampaha heißt: Komponenten gegen Ihre Regeln, nicht gegen unseren Geschmack. Geschmack kommt, wo Regeln Lücken haben. Lücken füllen wir sichtbar, damit Sie widersprechen können, bevor zwanzig Seiten falsch sind.
WordPress oder Shop dazunehmen ist ein neues Lastenheft, kein stilles Upgrade derselben Datei. Dafür gibt es eigene Seiten unter WordPress und Online-Shop. Die Zusammenarbeit kann dieselbe bleiben. Der Scope nicht.
Nach der Hypercare: wer die Site trägt
Zwei Wochen kleine Fixes, dann Betrieb. Updates, Texte, Hosting-Tickets: bei uns gegen Vertrag oder bei Ihrer IT. Beides funktioniert. Halb ohne Absprache erzeugt den Zustand, in dem niemand DNS kennt, wenn das Zertifikat abläuft. Wir dokumentieren, wer was darf, und ziehen privilegierte Zugänge ein, wenn der Auftrag endet. Remote aus Sri Lanka ändert diese Hygiene nicht. Es macht sie sichtbarer, weil niemand „schnell mal in den Serverraum“ geht.
Spannen für den Bau stehen unter Preise. Pflege ist eine zweite Zahl, bewusst getrennt. Getrennt halten wir sie, damit der Launch nicht die nächsten drei Jahre verschluckt, ohne dass es jemand merkt.
Schicken Sie über Kontakt URL oder Vorhaben, Frist, CMS-Wunsch oder die Offenheit dafür, und ob Hosting schon steht. Wir antworten, ob wir passen, mit einer Spanne oder mit einer Absage. Eine Absage mit Grund ist Teil der Seriosität. Ein Pitch, der alles verspricht, ist es nicht.
Deutsche KMU brauchen keine Sri-Lanka-Romantik und keine München-Fiktion. Sie brauchen jemanden, der die Site baut, erreichbar ist und im Impressum denselben Menschen nennt, der die Rechnung stellt.
Lesen Sie Über uns, das Impressum, die Preise und die DSGVO-Checkliste. Wenn diese vier Seiten zusammenpassen — Anschrift, Ton, Geld, Daten — ist das Studio prüfbar. Genau so sollten Sie jeden Anbieter lesen, der um einen DACH-Auftrag wirbt. Wir stellen uns dem Vergleich, ohne eine Stadt vorzutäuschen, in der wir nicht arbeiten. Zeitzone, Deutsch, EU-Hosting und NDA-Disziplin sind dann keine Werbezeilen, sondern nachprüfbare Praxis. Wer das nicht liefern kann, sollte es nicht auf die Startseite schreiben. Wir schreiben es, weil es im Alltag so läuft — inklusive der Grenzen, die wir oben genannt haben. Eine fingierte Münchner Adresse würde die Prüfung nur verkürzen: nach dem ersten Anruf wäre sie vorbei. Gampaha im Impressum hält den Anruf aus. Genau das bieten wir: Überlappung zum deutschen Vormittag, Deutsch im Sie-Ton, Hosting in der Union, NDA vor Logo-Grid. Wer das prüfen will, findet die Anschrift im Impressum, nicht in einem Stockfoto aus dem Englischen Garten. Die Zusammenarbeit beginnt mit dieser Prüfung, nicht mit einem Moodboard. Wer nach der Anschrift immer noch eine deutsche Kulisse verlangt, ist bei uns falsch — und das dürfen Sie früh entscheiden.
