Shop-Anfragen kommen mit Produktfotos und einem Wunschtermin. Selten mit Grundpreislogik, Versandklassen und dem Satz, wer Impressum und Widerrufsbelehrung verantwortet. Dabei entscheidet genau das, ob der Shop in Deutschland betreibbar ist — nicht die Farbe des Warenkorbs.
Wir bauen Online-Shops aus Gampaha, Sri Lanka, für Auftraggeber im DACH-Raum. Hesadu Creatives, Deutsch, Festpreis, Rechnung in Euro. Hosting der Shop-Software in der EU. Keine Fake-Händler-Logos, oft NDA. Keine Zusage, dass Google den Shop nach oben trägt. Verkaufszahlen hängen an Sortiment, Preis, Versand und Vertrauen. Technik kann das stützen. Sie ersetzt es nicht.
Unten: WooCommerce gegen individuelle Strecken, Rechtstexte im Flow, Checkout, EU-Hosting. Spannen: 2.900–12.000 € netto für begrenzte Kataloge bis mittelständische Setups. Darüber, sobald Warenwirtschaft, Marktplatz-Anbindung oder große Datenmigration das Lastenheft sprengen. Orientierung auch auf der Preisseite.
Was Sie eigentlich beauftragen
Ein Shop ist kein großes Kontaktformular. Es ist ein Prozess: finden, verstehen, in den Korb, Adresse, Zahlung, Pflichtinfos, Bestellschluss, Mail, Versand, Retoure. Jeder Schritt hat Technik und oft Recht. Wir bauen die Strecke. Eine Kanzlei prüft die Texte, wenn Sie das brauchen. Wir ersetzen keine Rechtsberatung. Wir weigern uns, Flächen wegzulassen, damit das Design „cleaner“ wirkt.
B2C an Verbraucher in Deutschland ist juristisch dichter als B2B an Unternehmen mit Netto-Preisen und Login. Viele Shops mischen beides und erben beide Pflichten. Das muss im Briefing stehen. Sonst schätzen wir den falschen Checkout.
| Thema | WooCommerce, reduziert | Individuell (PHP/React) |
|---|---|---|
| Katalog bis wenige hundert SKUs | Meist sinnvoll | Nur bei Sonderlogik |
| Varianten, einfache Steuern, Standardversand | Kern kann das | Overkill |
| B2B-Staffeln, kundenspezifische Kataloge | Extension-Kette, riskant | Oft die sauberere Grenze |
| ERP/PIM in Echtzeit | Connectoren, Pflege | API-Vertrag, Tests |
| Pflichtangaben im Checkout | Theme muss es hergeben | Flow selbst gebaut |
| Sehr hohe Last, Sonderprozesse | Grenzen des CMS | Eigene Anwendung |
Shopify erwähnen wir, weil es in Briefings fällt: US-SaaS, eigene Datenschutzlage, weniger Server-Kontrolle. WooCommerce auf EU-Hosting gibt mehr Kontrolle und mehr Betriebsarbeit. Wir erklären die Konsequenzen. Sie entscheiden. Wir sind nicht „gegen Shopify aus Prinzip“. Wir sind gegen unbenannte Drittlandtransfers und gegen das Gefühl, ein Theme-Kauf sei ein Shop.
Der teuerste Shop ist der, der live geht ohne Lieferzeit, ohne Widerruf am Button und ohne erreichbares Impressum. Abmahnungen und abgebrochene Käufe sind teurer als die fehlenden zwei Felder im Checkout.
WooCommerce, wenn der Katalog ehrlich begrenzt ist
WooCommerce auf WordPress ist für viele Hersteller, Händler mit überschaubarem Sortiment und Workshops der pragmatische Kern. Produkte, Steuerklassen, Versandzonen, Gutscheine, einfache Reports. Das Theme muss hart reduziert sein. Multipurpose plus acht Shop-Plugins ist das Gegenteil von shopfertig.
Wir setzen ein Custom Theme oder ein so stark beschnittenes Frontend, dass Produkt, Korb und Kasse wie eine Site wirken, nicht wie eine Demo. Plugin-Disziplin wie im CMS-Artikel: nur mit Grund. Zahlungs-Plugins der Provider, die Sie wirklich nutzen. Kein zweites Analytics-Paket „nur zum Vergleichen“.
WordPress-Rahmen: WordPress. Shop-Leistung: Online-Shop. WooCommerce nicht installieren, um die Site „zukunftsfähig“ zu machen. Leere Shop-Menüs, Testprodukte und /shop ohne Inhalt sind sichtbar. Sichtbar ist hier nicht positiv.
Wo WooCommerce aufhört, nett zu sein
Staffelpreise je Kunde, Bundles mit Stücklisten, Mietzeiträume, konfigurierbare Stückzahlen mit Werkzeuglogik, Anbindung an eine Warenwirtschaft, die nur CSV von 2012 spricht. Marktplatz-Extensions können das andeuten. Zwei Extensions am selben Checkout-Hook sind der Fehler, den Sie am Montag nicht reproduzieren. Dann schreiben wir eine Erweiterung oder eine eigene Strecke. Festpreis nach Verhalten, nicht nach Hoffnung.
Individueller Shop: wenn der Prozess das Produkt ist
Manche Händler verkaufen nicht „12 T-Shirts plus Versand“. Sie verkaufen Konfiguration, Freigabe, Netto-Konditionen, Abrufscheine. Dann ist der Warenkorb-Standard Ballast. PHP oder React plus API, Produktdaten aus PIM oder aus einer gepflegten Datenbank, Kasse als eigener Flow. Das liegt eher an der oberen Spanne oder darüber. Wir sagen das, bevor jemand 2.900 € in den Raum stellt.
Individuell heißt nicht, Zahlungsregulierung selbst zu bauen. Kreditkarten und Lastschrift laufen über Provider. Wir bauen die Integration, Webhooks, Order-Status. Keine Kartennummern in unserer Datenbank. Keine „eigene Payment-Lösung“, weil es sich nach Kontrolle anhört. Kontrolle ohne PCI-Verständnis ist Risiko.
Headless nur mit Grund
React-Frontend, Woo im Keller: zwei Deployments, Preview, Auth, Cache. Sinnvoll, wenn die UI wirklich app-artig ist. Unsinnig, wenn Sie dieselben Produktseiten mit mehr JavaScript ausliefern. SEO-Broschüren-Shops brauchen serverseitig gerenderte Produkttexte, echte URLs, nicht eine leere Div-Wüste. Wir garantieren trotzdem keine Rankings. Wir vermeiden, Crawler zu verhungern.
Rechtliche Flächen: Impressum, Widerruf, Preise
Geschäftsmaßiger Shop in Deutschland braucht ein Impressum mit ladungsfähiger Anschrift und erreichbarem Kontakt. Die Anschrift ist die des Verantwortlichen. Bei uns als Studio: Sri Lanka, offen. Bei Ihnen: die Adresse, unter der Sie erreichbar sind, keine Dekor-Adresse.
Verbraucher: Widerrufsbelehrung, Muster-Widerrufsformular, AGB, Datenschutz. Nicht nur Footer-Links. Im Checkout müssen wesentliche Infos greifbar sein, bevor der Button die Bestellung abschließt. Button-Beschriftung, die klar macht, dass gezahlt wird — kein vages „Weiter“. Wir setzen die Technik so, dass Texte eingebunden sind. Ob der Text juristisch trägt, prüft, wer haften soll. Das sind Sie, mit oder ohne Anwalt.
Preisangaben, die Leute verklagen, nicht dekorieren
Grundpreis wo nötig, MwSt-Ausweis, Versandkosten oder die klare Aussage, wie sie berechnet werden, Lieferzeit als Information, nicht als Poetry. Streichpreise nur, wenn sie wahr sind. Fake-Rabatte sind UWG-Risiko. Wir bauen Felder für Grundpreis und Lieferzeit. Wir füllen sie nicht mit Fantasie, damit die Produktkarte voller wirkt.
B2B-Netto-Shops: Kennzeichnung, wer zugelassen ist, Login-Prozess, keine Verbraucher-Preise im Cache für Gäste, wenn das Modell das verbietet. Mehrwertsteuer-Logik ist Steuerrecht plus Konfiguration. Ihr Steuerberater, unser Code. In der Reihenfolge.
Wir sind kein Shop in Sri Lanka, der so tut als wäre er in Berlin
Wenn Sie Waren in der EU verkaufen, sind Händlerpflichten die Ihren. Unser Sitz ändert Ihre Impressumspflicht nicht. Er ändert, wie wir Rechnungen an Sie stellen (netto, Steuern nach Einzelfall, Reverse-Charge wo zutreffend). Shop-Kunden zahlen Sie. Shop-Rechtstexte vertreten Sie. Das klingt schulisch. Es verhindert die Erwartung, ein Webstudio übernehme die Rolle des Verkäufers.
Checkout: Reibung töten, Pflicht nicht
Wenige Felder, Gastkauf wo Sie ihn wollen, Account wo er Nutzen hat. Fehler an den Feldern, nicht als roter Satz oben. Versandarten sichtbar, bevor jemand die Kreditkarte sucht. Kein Upsell-Modal, das den Button verdeckt. Kein Chat-Widget über dem Absenden.
Mobil: Finger, Autofill, PLZ, keine Hover-only-UI. Ein großer Teil der Abbrecher ist kein „Marketing-Funnel“, es ist ein Datepicker der die Tastatur zerschießt. Das ist Handwerk. Dafür braucht man keine Conversion-Beratung mit Heatmap-Abo aus den USA vor Consent.
Zahlungen
Überweisung, Lastschrift, Karte, PayPal, Kauf auf Rechnung — je nach Bank, Risiko, Zielgruppe. Jeder Provider hat AV-Vertrag, Datenschutzhinweis, oft Redirect. Wir binden ein, was Sie beauftragen. Wir zwingen keinen Provider, nur weil die Demo damit lief. Gebühren der Provider sind Ihre Betriebskosten, nicht unser versteckter Aufschlag.
Fehlerfälle: Abbruch, Doppel-Submit, Webhook zu spät, Lager leer zwischen Korb und Zahlung. Statusmaschinen, idempotente Bestellnummern, E-Mails die nicht zweimal „bezahlt“ schreien. Das ist der Teil, den Theme-Shops unterschlagen. Im Festpreis muss er vorkommen, sonst kommt er als Notfall.
EU-Hosting, Daten, E-Mails
Shop-Daten sind Bestellungen, Adressen, oft Geburtsdaten für bestimmte Sortimente. Das gehört auf Server in der EU, Backups in der EU, Zugriff begrenzt. Wir arbeiten remote aus Sri Lanka. Admin-Zugriff ist Drittland. Das dokumentieren Sie. Standardvertragsklauseln, Transparenz, minimale Zugänge, Staging mit anonymisierten Daten wo möglich.
Transaktionsmails: Bestellbestätigung, Versand, Storno. Eigener SMTP oder EU-Anbieter. Nicht der Default eines US-Plugins, der Kopien nach Übersee legt, ohne dass es jemand merkt. Newsletter ist ein anderes System mit Double-Opt-in, kein stilles Häkchen im Checkout, das vorangekreuzt ist.
Logs: Zahlungsreferenzen ja, vollständige Kartenpässe nein. Personenbezogene Logs rotieren. Wer „wir speichern alles, falls der Steuerprüfer kommt“ sagt, meint oft sieben Jahre Buchhaltung in DATEV, nicht sieben Jahre Webserver-Access-Logs mit IP und Warenkorb auf einem unsicheren Staging.
Katalog, Bilder, Performance
Produktfotos komprimiert, Breite und Höhe im Markup, Varianten nicht als 20 Megabyte-GIFs. Texte einzigartig genug, dass Kategorieseiten nicht 400 mal denselben Herstellerabsatz tragen. Duplicate Content ist kein Straftatbestand, aber eine verschwendete Crawl-Budget-Diskussion. Wir richten Templates ein. Inhalte liefern Sie oder eine Redaktion. Fachtexte erfinden wir nicht.
Filter, Facetten, Suche: ab einer gewissen Größe Pflicht, davor oft Overkill. Facetten die niemand pflegt, erzeugen leere Zustände. Leere Zustände erzeugen Zweifel. Lieber 40 Produkte klar als 400 mit toten Filtern.
Core Web Vitals helfen der Nutzung. Sie sind keine Ranking-Garantie. Wer den Shop „SEO-optimiert“ haben will, bekommt technische Grundlagen: Title, Description, Produkt-Schema ohne Fake-Sterne, XML-Sitemap, kanonische URLs, HTTPS. Fake-Bewertungen bauen wir nicht. In Deutschland ist das nicht nur geschmacklos, es ist rechtlich dumm.
Launch-Check, den wir mitgehen
Bevor DNS kippt, eine Liste. Nicht als Theater, als Schutz.
- Impressum, Datenschutz, AGB, Widerruf verlinkt und im Checkout erreichbar. Muster-Widerruf vorhanden, wenn Verbraucher kaufen.
- Preise, Grundpreise, Steuer, Versand, Lieferzeit an Testdaten geprüft. Button-Text klar.
- Zahlung Sandbox und ein echter Mini-Kauf, der storniert wird. Webhook, Mail, Lager.
- SSL, Staging-Schutz weg, robots/sitemap, Search Console, E-Mail-Authentifizierung (SPF/DKIM), Backup-Restore einmal geübt.
- Redirects von alter Domain oder altem Shop. 404-Produkt-URLs sind verschenkte Anfragen.
Hypercare nach Go-live: kaputte Varianten, eine Steuerklasse, SMTP. Neue Wünsche: zweiter Auftrag. Die Grenze steht im Angebot. Shop-Projekte sterben an stiller Scope-Erweiterung („können wir noch Marktplätze, noch ein Bonusprogramm, noch eine App“), nicht an PHP.
Was den Preis zwischen 2.900 und 12.000 bewegt
Anzahl der Produkttypen (einfaches Produkt gegen gebündelte Konfiguratoren), Sprachen, Zahlungsarten, Versandregeln, Import bestehender Bestellungen, Kundenkonten-Migration, Designanspruch, B2B-Logik. Nicht „wir haben 200 Produkte“ allein. 200 gleiche Strukturen sind billiger als 30 mit je eigener Preislogik.
Anzahlung, Festpreis, Steuern nach Ihrer Unternehmereigenschaft. Wir sitzen in Sri Lanka, weisen keine erfundene deutsche USt-Id. aus. Hosting monatlich extra, Provider-Gebühren extra, Rechtsberatung extra, Produktfotografie in Deutschland extra. Monatliche Betreuung extra, wenn Updates und kleine Textänderungen bei uns bleiben sollen.
App zum Shop: oft unnötig. Mobile Website zuerst. Store nur, wenn Nutzung und Push das tragen. App-Einstieg ab 6.900 € netto für ein MVP einer Plattform — nicht „der Shop nochmal in einem Wrapper“ zum Nulltarif.
Versand, Retoure, Lager — der Teil hinter der Website
Eine Lieferzeit von „2–4 Werktage“ ist eine Aussage, die jemand halten muss. Technik kann sie anzeigen, staffeln, für Inseln und Packstationen differenzieren. Sie kann sie nicht erfinden. Wer Schweiz und EU mischt, hat Zoll, MwSt, DDP-Fragen. Wir bauen Zonen und Hinweise. Die Logistik bleibt Ihr Vertrag mit dem Versender.
Retoure: Adresse, Label ja oder nein, Zustand der Ware, Erstattungsweg. Im Shop heißt das Status und Mail, nicht nur ein PDF im Footer. Verbraucherwiderruf ist zeitgebunden. Ihr Prozess muss zur Belehrung passen. Wenn die Belehrung 14 Tage sagt und das Lager 30 Tage kulant arbeitet, ist das eine bewusste Abweichung, die jemand erklärt — nicht ein stilles Durcheinander im Ticket.
Lagerzahlen: Overselling macht wütende Mails. Stock-Sync aus Excel einmal nachts kann reichen, bis es nicht mehr reicht. Echtzeit zur Warenwirtschaft ist Projekt. Wir koppeln, wenn die Schnittstelle dokumentiert ist. Undokumentierte FTP-Drops von 2014 schätzen wir mit Puffer oder lehnen sie als Festpreis ab. Unbegrenzte Heldengeschichten an fremden Servern verkaufen wir nicht.
Rechnungen, Buchhaltung, OSS
Bestellbestätigung ist nicht automatisch eine Rechnung. Manche Händler brauchen PDF mit fortlaufender Nummer, Steuersatz, Adresse. Das kann WooCommerce mit einem schlanken Plugin oder eigener Erweiterung. Das kann eine Anbindung an die Buchhaltung sein. Umsatzsteuer-OSS bei EU-Verbrauchern ist Steuerprozess. Wir stellen Felder und Steuersätze ein, die Sie uns geben. Wir beraten nicht, ob OSS für Sie gilt. Das wäre unseriös und außerhalb unseres Mandats.
Schweiz und UK in derselben Tabelle wie Deutschland: andere Hinweise, oft andere Versandsets, manchmal kein Verkauf. Lieber Länder abschalten als einen Checkout, der Preise ohne Erklärung umrechnet. Währungsspielerei ohne Buchhaltungsmodell ist Dekoration.
Kundenkonten und Altlasten
Passwörter aus dem alten Shop übernehmen wir nicht als Klartext und nicht als unsichere Hashes, wenn sie unsicher sind. Reset-Mail ist unhöflich und korrekt. Adressen migrieren, Bestellhistorie wo nötig, Gutscheine nur wenn die Regel noch gilt. „Alle Kunden rüber“ ohne Deduplizierung erzeugt doppelte Konten und Support. Wir setzen Regeln. Sie liefern den Export.
Gastkauf senkt Reibung. Konto lohnt sich bei Wiederbestellern, Garantiefällen, B2B. Pflichtkonto vor dem ersten Produktblick tötet. Pflichtkonto vor dem Bezahlen kann vertretbar sein, wenn der Nutzen klar ist. Wir folgen Ihrem Modell, sagen aber, wenn es gegen das sortimenttypische Verhalten läuft. Ohne Heatmap-Märchen. Aus dem, was wir in Checkouts gebaut haben.
Tracking im Shop ist keine Default-Option
Pixel vor Einwilligung, Session-Replay auf der Kasse, E-Mail-Felder die an ein US-Tool gehen, während jemand noch nicht bestellt hat: das ist rechtlich und vertrauensseitig teuer. Notwendig sind Warenkorb, Session, Login. Marketing-Tags sind optional und consent-pflichtig, wenn sie es sind. Wir bauen die Trennung. Wir bauen kein Dark Pattern, das den Ablehnen-Button versteckt.
Verlassene-Warenkorb-Mails brauchen eine Grundlage und einen klaren Text. Technisch trivial. Rechtlich nicht trivial. Deshalb nicht als Überraschungs-Plugin am Launch-Abend.
Barriere im Kaufprozess
Fokus sichtbar, Fehler mit Text, keine Kaufbuttons die nur per Farbe unterscheiden, Tastatur durch den Checkout. Das ist kein Zertifikat. Es ist die Mindesthöhe, auf der jemand mit Motorik oder Screenreader kaufen kann. Ein BITV-Gutachten bleibt extra. Der Checkout ohne Fokusring ist trotzdem Pfusch, Gutachten oder nicht.
Produktseiten, die jemand lesen kann
Titel, der das Ding nennt, statt Lyrik. Kurztext oben, Spezifikation unten, Versandhinweis nicht erst nach dem Falten. Varianten als Varianten, nicht als 12 fast gleiche Produkte ohne Beziehung. Verwandte Artikel nur, wenn sie verwandt sind. Ein Algorithmus, der Zubehör würfelt, das nicht passt, kostet Rücksendungen.
Downloads: Datenblätter, Sicherheitshinweise, Maßskizzen. Als Datei mit klarem Namen, nicht als unbeschriftetes Icon. Wenn ein Produkt ohne Datenblatt nicht verkauft werden darf, gehört der Block in den Scope, nicht in den „später“-Ordner. Später ist nach der ersten Bestellung, und dann ist es zu spät für das PDF.
Kategorien sind Navigation, nicht SEO-Spiel. Drei klare Wege schlagen zwölf Mikrokategorien, in denen ein Artikel liegt und keiner findet ihn. Interne Links vom Ratgeber zum Produkt nur, wenn der Ratgeber ehrlich ist. Gekaufte Texte mit Keyword-Dichte und ohne Sachkenntnis bauen wir nicht. Rankings daraus würden wir ohnehin nicht versprechen.
Inhalte, die Sie liefern müssen
SKU, Name, Preis, Steuerklasse, Gewicht oder Versandklasse, Bestand oder Lieferzeit, Bilder, Pflichttexte. Ohne diese Tabelle schätzen wir Layouts an Dummy-Daten. Dummy-Daten lügen bei Zeilenumbruch, bei langen deutschen Komposita, bei Preisen mit Nachkommastellen. Planen Sie Zeit für den Katalog. Der Katalog ist das Produkt. Das Theme ist die Verpackung.
Übersetzungen: DE zuerst fertig, dann EN. Parallel beide Sprachen halb erzeugt Geister-URLs. Maschinenübersetzung an Produkttexten merkt man. Fachhändler merken sie zuerst. Lektorat ist extra, und es ist oft die bessere Investition als ein weiteres Slider-Plugin auf der Startseite.
Steuerklassen falsch am Produkt sind teurer als jedes Theme. Einmal 19 Prozent auf etwas, das 7 Prozent tragen sollte, oder umgekehrt: das korrigieren Sie in der Buchhaltung und im Vertrauen. Wir setzen die Sätze, die Sie liefern. Wir raten nicht aus dem Sortiment. Lebensmittel, Bücher, digitale Güter, Gutscheine: jeweils eigene Fallen. Fallen gehören in Ihr Fach, Code in unseres.
Gutscheine und Aktionen: Haltbarkeit, Einlösbarkeit mit Versand, Kombinierbarkeit, Mindestbetrag. Jede Regel, die nur im Kopf des Vertriebs existiert, wird an der Kasse zum Streit. Schreiben Sie die Regeln vor dem Launch. Wir implementieren sie. Nachträglich „außer für Stammkunden, aber nicht auf reduzierte Ware, außer dienstags“ ist kein Hotfix, es ist ein Mini-Projekt.
Paketmarken, Go-Green-Hinweise, Packstation: nur wenn der Versender und Ihr Prozess das können. Ein Checkbox-Feld ohne hinterlegte Logistik ist ein Lügner im Checkout. Lieber weniger Optionen, die ankommen. Ankommen ist der Moment, in dem der Shop aufhört, Website zu sein, und anfängt, Firma zu sein. Wir können den Moment technisch vorbereiten. Einhalten tun Sie ihn. Das ist die ehrlichste Arbeitsteilung, die ein Remote-Studio in Sri Lanka einem Händler in Deutschland anbieten kann — ohne Kulisse, ohne Ranking-Zusage, mit Festpreis auf den Scope, der im Angebot steht.
Startseite des Shops
Nicht zehn Slider, ein Versprechen, drei Kategorien, ein Vertrauensblock mit echten Angaben (Firma, Kontakt, Versandland), keine Fake-Sterne. Trust entsteht durch Impressum, erreichbare Mail, klare Preise. Nicht durch eine Leiste „bekannt aus“ mit Logos, die Sie nicht nutzen dürfen. Dieselbe Regel wie auf unserer Studio-Site: keine erfundenen Marken.
Suche oben, wo Menschen suchen. 404 mit Suche und Hinweis. Ausverkaufte Artikel: sichtbar, mit Alternative, nicht als tote Detailseite ohne Button und ohne Erklärung. Redirects, wenn SKUs sterben. Tote Produkt-URLs in Ads sind verbranntes Geld. Ads schalten Sie. URLs halten wir sauber, wenn der Auftrag das enthält.
Zusammenarbeit, ohne Kulisse
Briefing: Sortiment, Zielgruppe B2B/B2C, Versandländer, Zahlarten, alte URL, wer Rechtstexte liefert, wo gehostet werden soll. Testdaten statt echter Kundenliste in der ersten Mail. NDA, wenn das Sortiment oder die Konditionen still bleiben sollen. Wir zeigen dann trotzdem keine Logos. Vertraulichkeit vor Portfolio.
Antwort in der Regel 24 Stunden an Werktagen, Überlappung deutscher Vormittag. Staging zum Klicken, bevor live. Schulung für Woo-Redakteure auf Deutsch, kurz, ohne Entwickler-Mythos. Individuelle Shops: Admin so, dass Ihre Leute Bestellungen sehen, ohne durch Code zu müssen.
CSV-Import: der stille Zeitfresser
Shops sterben selten am Theme. Sie sterben an Tabellen, in denen SKU, Steuerklasse und Bildname nicht zusammenpassen. Wir legen das Zielformat fest, bevor jemand 400 Zeilen „irgendwie“ schickt. Fehlende Gewichte, doppelte Artikelnummern, Preise als Text mit Euro-Zeichen: das ist Arbeit. Sie gehört in den Scope oder in Ihre Vorbereitung. Beides benennen wir. Keines von beiden „machen wir schon“ ohne Zahl.
Bilder in einem Ordner namens neu2_final: wir brauchen Dateinamen, die zur SKU passen, oder eine Mapping-Spalte. Ohne Mapping raten wir nicht. Raten im Katalog ist teurer als eine Stunde Tabelle. Die Leistung Online-Shop setzt voraus, dass der Katalog ein Datensatz ist, nicht eine Stimmung.
WooCommerce-Importe auf WordPress verzeihen fehlende Pflichtfelder nicht still. Sie erzeugen Entwürfe, die niemand findet. Wir prüfen eine Zeile zu zehn, dann den Rest. Nicht den Rest zuerst. Zehn Zeilen lügen weniger als vierhundert auf einmal.
Welche Mails der Shop sendet — und welche Sie intern halten
Bestellbestätigung, Zahlungseingang, Versand, Storno: Technik. Reklamation, Kulanz, „Wo ist mein Paket“: Ihr Team. Wir setzen Vorlagen auf Deutsch, Sie-Form, ohne Marketinglyrik in der Transaktionsmail. Newsletter bleibt ein anderes System. Wer beides mischt, erntet Abmeldungen und Fragen, die niemand beantworten will.
SMTP muss vor dem Launch einen echten Mini-Kauf überlebt haben. Nicht nur die Testmail aus dem Admin. Der Unterschied zeigt sich am Montag, wenn die erste echte Bestellung still ins Nirwana läuft. Dann ist das Studio in Gampaha erreichbar — und Sie brauchen trotzdem den Host-Login, der das Postfach wirklich sendet. Wir machen den Mini-Kauf mit, stornieren ihn, legen den Screenshot ins Übergabedokument. Ohne Screenshot bleibt es ein Gefühl. Gefühle tragen keinen Versand.
Wir behaupten nicht, der beste Shopbauer Deutschlands zu sein. Wir bauen schlanke, pflegbare Shops mit Pflichtstrecken und EU-Host-Empfehlung. Wer Platz 1 für „Schuhe kaufen“ in zwei Tagen will, ist in der falschen Anfrage. Wer einen Katalog sauber verkaufen will, ohne Plugin-Zoo, kann schreiben.
Weiterlesen: Online-Shop-Leistung, WordPress, Preise, Impressum als Beispiel einer Pflichtseite — und der Kontakt, wenn Ihr Scope in die Spanne oder bewusst darüber fällt.
Ein Shop, der in drei Jahren noch erklärbar ist, schlägt einen Shop, der im ersten Monat beeindruckt. Erklärbar heißt: Bestellung nachvollziehbar, Texte auffindbar, Updates möglich, Hosting benannt, Zugänge dokumentiert. Daran arbeiten wir. An der Illusion, E-Commerce sei ein Theme-Kauf, nicht. Wenn der Scope in die Spanne 2.900–12.000 € netto passt, sagen wir ja. Wenn nicht, sagen wir die höhere Zahl, bevor jemand den Warenkorb zeichnet. Keine Überraschung nach Launch.
